Sonderbriefmarke zum Welterbe Oberes Mittelrheintal
Unter den Sonderbriefmarken der Deutschen Post gibt es seit 1990 eine eigene Serie mit dem Titel "Weltkulturerbe der UNESCO".
Nach Marken zur Altstadt von Lübeck (Januar 1990), zur Völklinger Hütte (August 1996), zur Altstadt von Bamberg (September 1996), zu den Schlössern Augustusburg und Falkenlust in Brühl (März 1997), zum Kloster Maulbronn (Januar 1998), zum Gartenreich Dessau-Wörlitz (Mai 2002), zur Berliner Museumsinsel (August 2002), zum Kölner Dom (März 2003) und zu den Bauhaus-Stätten in Weimar und Dessau (April 2004) erschien im Mai 2006 die erste Sonderbriefmarke zu einer Welterbestätte in Rheinland-Pfalz.
Die Sonderbriefmarke "Weltkulturerbe der UNESCO Oberes Mittelrheintal" gestaltete der Dortmunder Grafiker Professor Dieter Ziegenfeuter nach der Farblithografie eines Aquarells von Carl Philipp Christian Koehler (1827-1890).
2007 sind Sondermarken für die Welterbe-Hansestädte Riga, Stralsund und Wismar (Juli) und den Obergermanisch-raetischen Limes (Oktober) erschienen. Die Sonderbriefmarke zum Limes war die zweite in dieser Serie mit Bezug zu einer rheinland-pfälzischen Welterbestätte.
Das Motiv der als Blockausgabe erschienenen Sondermarke "Weltkulturerbe der UNESCO Limes" gestaltete die Münchner Grafikerin Annegret Ehmke. Die eigentliche Marke zeigt das Südtor des rekonstruierten Limeskastells "Saalburg" in Hessen und klein daneben einen Blick in die ausgegrabene Principia des Limeskastells in Aalen. Auf dem umgebenden Block ist der Limesverlauf wiedergegeben.
Im Januar 2008 ist die Welterbestätte Klosterinsel Reichenau mit einer Sonderbriefmarke besonders gewürdigt worden, im Mai 2009 die Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg und im Januar 2010 hat das Bundesministerium der Finanzen eine Sonderbriefmarke zur St. Michaelskirche in Hildesheim herausgegeben.
Im Februar 2011 wurde eine Sonderbriefmarke für die Altstadt von Regensburg ausgegeben. Sie ist der deutsche Beitrag zu einer Gemeinschaftsmarke mit Japan, die auf japanischer Seite den Tempel Yakushi-ji in Nara vorstellt.
Ebenfalls eine Gemeinschaftsausgabe wird die mit Rumänien für September 2011 geplante Veröffentlichung einer Briefmarke zur Kirchenburg Birthälm.
In die Serie zum Welterbe der UNESCO gehört auch eine Sondermarke zum "Weltnaturerbe der UNESCO". Die Grube Messel bei Darmstadt, die ältere der beiden Naturerbestätten in Deutschland, wurde im August 1998 mit einer Sondermarke geehrt.

- Sonderbriefmarke Oberes Mittelrheintal (Mai 2006). Quelle: Bundesfinanzministerium. Gestaltung: Prof. Dieter Ziegenfeuter, Dortmund. Bildvorlage: akg-images
Verschiedene andere Briefmarken aus dieser Serie:

- Sonderbriefmarke Klosterinsel Reichenau (Januar 2008). Quelle: Bundesfinanzministerium, Gestaltung: Prof. Ernst Kößlinger

- Sonderbriefmarke Stralsund und Wismar (Juli 2007). Quelle: Bundesfinanzministerium, Gestaltung: Sibylle und Prof. Fritz Haase

- Sonderbriefmarke Riga/Lettland (Juli 2007). Quelle: Bundesfinanzministerium, Gestaltung: Sibylle und Prof. Fritz Haase

- Sonderbriefmarke Limes (Oktober 2007). Quelle: Bundesfinanzministerium, Gestaltung: Annegret Ehmke

- Sonderbriefmarke Bauhausstätten in Weimar und Dessau (April 2004). Quelle: Bundesfinanzministerium, Gestaltung: Sibylle und Prof. Fritz Haase

- Sonderbriefmarke Kölner Dom (März 2003). Quelle: Bundesfinanzministerium, Gestaltung: Joachim Rieß

- Sonderbriefmarke Museumsinsel Berlin (August 2002). Quelle: Bundesfinanzministerium, Gestaltung: Prof. Heinz Schillinger

- Sonderbriefmarke Gartenreich Dessau-Wörlitz (Mai 2002). Quelle: Bundesfinanzministerium, Gestaltung: Hannelore Heise, Bildvorlage: Anhaltische Gemäldegalerie Dessau, Kupferstichkabinett

- Sonderbriefmarke Grube Messel (August 1998). Quelle: Forschungsinstitut Senckenberg (Repro: Anika Hebs), Gestaltung: Isolde Monson-Baumgart

- Sonderbriefmarke Altstadt Lübeck (Januar 1990). Quelle: Sekretariat für das Welterbe in Rheinland-Pfalz (Repro: Helga Eckert), Gestaltung: Otto Rohse


